Seit geraumer Zeit geistert der Begriff Cloud Computing durch sämtliche Medien. Der neudeutsche Begriff bezeichnet allerdings weder das Arbeiten am Computer bei schlechtem Wetter noch einen Internet-Anschluss im Jenseits.
Cloud Computing bezeichnet vielmehr das Arbeiten am Computer von verschiedenen Orten aus. Zum Beispiel, wenn eine Arbeitsgruppe oder Entwicklungsabteilung an einem Projekt tüftelt, die Kollegen aber nicht unter einem Dach sitzen, sondern teilweise weltweit verteilt sind. So wie das in der heutigen Arbeits- und Unternehmenswelt gang und gäbe ist. Die projektbezogenen Unterlagen und -dateien werden dabei auf Servern im Internet gespeichert, so dass jeder Beteiligte weltweiten Zugriff darauf hat. Diese Dienste bieten mittlerweile nicht nur die Großen alteingesessenen Internet-Unternehmen wie Microsoft und Google an, sondern auch vornehmlich kleinere unbekanntere. Rackspace und Zoho wären solche Beispiele.Um die Skepsis gegenüber laxem Datenschutz zu mindern, gibt es allerdings auch intranetbasierte Cloud-Computing-Netzwerke. Und hier sind wir an dem Punkt, wo man von gewissen Gemeinsamkeiten von Cloud-Computing („Clouds“) und Product Information Management (PIM) sprechen kann.
Denn die sogenannten PIM-Lösungen bieten einige Vorteile, die denen von Cloud-Computing ähneln, aber in der praktischen Anwendung darüber hinausgehen. Während erstes überwiegend auf einfaches Speichern und Bearbeiten im Internet bedacht ist (beispielsweise Schriftstücke mit weniger sensiblen Daten), steht bei PIM die effiziente sowie vertrauliche Verarbeitung besonders im Mittelpunkt. Auch hier geht es in erster Linie darum, folgende unternehmensinterne Daten unter den verschiedenen Abteilungen (von Entwicklung über Marketing bis hin zur Produktion) stets aktuell und zuverlässig zur Verfügung zu haben:
• Projekt- und Katalogdaten
• Produkt- und Marketingdaten sowie
• Vertriebsdaten.
Die PIM-Lösungen gehen quasi mehr als einen Schritt weiter als normale Clouds, denn sie verfolgen vor allem eine rasche Entwicklung und Serienfertigung, zum Beispiel von Produktkatalogen, Webseiten und eShops. Durch die zentrale Pflege und Verwaltung aller Produktdaten erfolgt die grafische Einbindung aller Inhalte mittels dynamischer Vorlagen. Der Vorteil: damit wird nicht nur der Aufbau der Seiten automatisiert, sondern auch die Designvorgaben und Corporate-Design-Richtlinien werden immer zu 100 % erfüllt.
Während sich die Clouds sozusagen auf den dezentralen Entstehungsprozess konzentrieren, denkt PIM weiter und ermöglicht so ein schnelleres Time-to-Market vor allem bei Produkteinführungen und Änderungsprozessen. Doch nicht nur die Phase bis zur Markteinführung steht beim PIM im Vordergrund, auch die Zeit danach ist durch einen ständigen Überblick über die Publikationsprozesse perfekt abgestimmt. Sprich, der ganze Produktlebenszyklus wird dabei kostensparend unterstützt. Damit keine dunklen Wolken über dem Unternehmen aufziehen.
